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Porträt

Die Assura stellt sich vor

Die Assura wurde 1978 von Jean-Paul Diserens gegründet. Er war bis 2013 Präsident der Gesellschaft. Der Gründer der Krankenkasse aus Pully überzeugte als Unternehmer mit der Einführung von innovativen Konzepten, dank deren seine KMU zur viertgrössten Krankenversicherungsgruppe der Schweiz wurde.

Herr Diserens, der vormalig Kadermitglied der Société vaudoise et romande de secours mutuel (SVRSM) war, aus der am 12. November 1986 die Supra entstand, hatte sich aufgrund seiner Kompetenzen im Kollektivversicherungsbereich einen Namen gemacht. Als er ebenfalls im Bereich der Krankenversicherung für Private aktiv wurde, überraschte er die Spezialisten der Versicherungsbranche.

Eine klare Strategie

Die Unternehmensphilosophie ist und war von Beginn an klar definiert. Sie stützt sich vorrangig auf das Konzept der Wahlfranchisen und auf die Eigenverantwortung der Versicherten. Letztere werden als Partner der Assura «im Kampf gegen die Kostenexplosion im Gesundheitsbereich» angesehen.

Die Kunden werden gebeten, kleinere Behandlungskosten aus der eigenen Tasche zu zahlen, solange ihre Franchise nicht erreicht ist und ihre Rechnungen erst dann dem Versicherer zuzustellen, wenn die Franchise erschöpft ist. Dies, um unnötige Verwaltungskosten zu vermeiden. Hingegen übernimmt die Assura umgehend Heilungskosten nach einer schweren Krankheit oder einem Unfall, deren finanzielle Folgen der Versicherte nicht selber tragen kann. Sie setzt alles daran, weiterhin günstige und für alle erschwingliche Prämien anzubieten, indem sie der Verschwendung und dem Missbrauch den Kampf ansagt.

Einführung des Systems des Tiers garant

1985 führte die Assura das im damals geltenden Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (KUVG) vorgesehene System des Tiers garant ein. Dieses System sieht vor, dass die Versicherten bezogene Medikamente in der Apotheke bezahlen, bevor sie deren Rückerstattung geltend machen.

Nur einige Monate nach Einführung dieses Systems lieferten die erzielten Einsparungen den Beweis dafür, dass das dem Tiers garant zugrundeliegende Prinzip eine effiziente Kosteneindämmung ermöglicht. Möglich ist dies dank der Stärkung der Eigenverantwortung der Versicherten sowie durch eine geringere Verschwendung von Arzneimitteln. Bei der Rückerstattung von Medikamenten wird dabei eine Kostensenkung von 27% erreicht.

Ein weiterer Eckpunkt der Assura-Philosophie besteht in der rigorosen Rechnungskontrolle. Zu beachten ist, dass die Assura sich auch intern stets denselben strikten Kontrollen und drastischen Sparmassnahmen unterzogen hat. Dank diesen Massnahmen gelingt es der Gesellschaft seit Jahrzehnten, ihre Prämien auf einem äusserst vorteilhaften Preisniveau zu halten. Nicht selten sind es gar die günstigsten auf dem Markt.

Entwicklung in der Westschweiz, Deutschschweiz und im Tessin

In den 1980er Jahren verzeichnete die Assura in der ganzen Westschweiz ein starkes Wachstum und eröffnete Niederlassungen in Genf, Neuenburg und Freiburg. In den 1990er Jahren fasste sie mit Niederlassungen in St. Gallen, Zürich, Bern und Basel auch in der Deutschschweiz Fuss. Mit einem Versichertenbestand von rund 170’000 eröffnete die Assura 1996 eine Niederlassung im Tessin.

Im Jahr 2000 eröffnete die Assura in Herrenschwanden bei Bern eine Regionaldirektion für die Deutschschweiz. 2001 wurde die Gesellschaft Assura SA gegründet. Sie dient dem Vertrieb von Zusatzversicherungen und soll die Trennung zwischen dem Bereich der obligatorischen Grundversicherung und den Privatversicherungen sicherstellen. Am 1. Januar 2004 konnte die Assura ihren Erfolg eindrucksvoll bestätigen: Sie musste den Zustrom von 100’000 neuen Versicherten bewältigen und stellte innert wenigen Monaten 125 neue Mitarbeitende ein.

Innovation und Kampf gegen Verschwendung

Die Assura war schon immer bestrebt, ihre Verwaltungskosten so tief wie nur möglich zu halten und setzte daher auch stets modernste Technologien mit echtem Sparpotenzial ein. Bereits Ende der 1990er Jahre lancierte sie das erste Online-Offertenmodul, das den Versicherten den Erhalt einer Offerte über Internet ermöglicht. 2004 veröffentlichte sie die erste Kundenplattform für ihre Versicherten. Mit der Einführung der Online-Plattform assura.net, die in der Folge durch den Online-Kundenbereich e-assura.ch ersetzt wurde, ermöglichte die Assura ihren Versicherten, auf Papiersendungen zu verzichten, Zeit zu gewinnen, von mehr Benutzerfreundlichkeit zu profitieren und dabei auch noch etwas für die Umwelt zu tun.

Im Sinne eines rigorosen Kostenmanagements hat die Krankenkasse aus Pully ihre Werbeausgaben stets auf ein absolutes Minimum reduziert, dies im Gegensatz zur Mehrheit der Konkurrenz. Sie hat konsequent auf grosse Werbekampagnen, namentlich Fernsehwerbung, verzichtet. Stattdessen gab sie seit Beginn lokalen Werbekampagnen im kleineren Rahmen den Vorzug. Dank dieser Strategie verzeichnete die Gesellschaft ein kontinuierliches und starkes Wachstum und konnte per 1. Januar 2014 einen Versichertenbestand von rund 870’000 Personen aufweisen.

Das Engagement der Assura

Die Assura hat sich zudem mit ihrem richtungsweisenden Engagement in diversen gesundheitspolitischen Bereichen einen Namen gemacht. Im Jahr 2002 ergriff sie das Referendum gegen das «dringliche Bundesgesetz über die Anpassung der kantonalen Beiträge für die innerkantonalen stationären Behandlungen nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung.»

In einem engagierten Abstimmungskampf kritisierte die Assura die Grundsätze der neuen Spitalfinanzierung. Das Referendum kam zustande, wurde jedoch im 2003 vom Stimmvolk abgelehnt. Neun Jahre später konnte die Gruppe mit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung dennoch einen Teilerfolg verbuchen und ihre Rolle als Visionärin bestätigen.

Ein junges und dynamisches Unternehmen

Mit rund 975 auf 15 Standorte verteilten Angestellten kann die Assura-Gruppe auf den Einsatz von jungen und dynamischen Mitarbeitenden zählen, welche ihr unermüdliches Engagement insbesondere bei der Übernahme der ehemaligen Versicherten der SUPRA Versicherungen AG unter Beweis stellten. Das durchschnittliche Alter beträgt 35 Jahre, während das durchschnittliche Dienstalter bei rund 7 Jahren liegt. Ein ausgezeichneter Indikator für gute Arbeitsbedingungen und ein angenehmes Arbeitsklima.

Die Assura hat sich von Anfang an als bedeutender Akteur der Region Arc lémanique etabliert. Die Gruppe beschäftigt über 630 Mitarbeitende in dieser Region. Ihre Angestellten schätzen die ausgezeichneten Sozialleistungen namentlich im Bereich der beruflichen Vorsorge. Die Assura wird im Übrigen ihr Entscheidungszentrum auch in Zukunft im Kanton Waadt beibehalten.