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Assura news

Eine öffentliche Kasse um das aktuelle System zu ersetzen?

02/07/2014

Das Volk wird sich diesen Herbst zur Initiative für eine Einheitskasse äussern können. Diese befürwortet die Einführung einer öffentlichen Krankenkasse in der Schweiz, die das aktuelle System, das den Versicherten die Wahl unter rund 60 verschiedenen Krankenkassen ermöglicht, ersetzen soll.

Als verantwortungsvoller Versicherer will die Assura ihre Versicherten über dieses Dossier informieren, denn es steht viel auf dem Spiel: Die Initiative würde zu einer fundamentalen Änderung der Rahmenbedingungen der Krankenversicherung in unserem Land führen.

Mit ihrer Initiative wollen die Befürworter der öffentlichen Kasse die - aus ihrer Sicht - zu komplizierte Struktur abschaffen und sie durch eine staatliche Einrichtung mit Monopolstellung ersetzen. Sie glauben, eine öffentliche Krankenkasse sei einfacher, egalitärer und sogar günstiger.

Längere Unsicherheitsphase

Der Bundesrat sowie die Eidgenössischen Räte empfehlen die Ablehnung der Initiative. Die Verteidiger der Krankenversicherung in ihrer gegenwärtigen Form halten es für abenteuerlich, ein bewährtes System zugunsten einer staatlichen Organisation mit unklaren Konturen aufzugeben. Sie unterstreichen, dass es im Interesse der Versicherten und des Gesundheitssystems liegt, die Wahlfreiheit bezüglich seines Krankenversicherers beizubehalten.

Wahlfreiheit

Aufgrund der demografischen Entwicklung und den medizinischen Fortschritten werden die Gesundheitskosten weiterhin steigen. 95% der von den Versicherten bezahlten Prämien dienen zur Deckung dieser Kosten gemäss dem Solidaritätsprinzip. Die Verwaltungskosten machen lediglich 5% des Prämienvolumens aus. Da die Kostenrückerstattung der Pflegeleistungen einheitlich und gesetzlich geregelt ist, kann die Einführung einer Einheitskasse nur eine geringfügige Auswirkung auf die Gesundheitskosten haben, wenn das Pflegeniveau aufrechterhalten wird. Die Umsetzung eines neuen, staatlichen Systems wird hingegen beträchtliche Ausgaben verursachen.

Heute haben die Versicherten die Möglichkeit, die ihnen entsprechenden Prämien und Dienstleistungen zu wählen. Wie wird es morgen sein?

Bruno Ehrler, Generaldirektor